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Ihre Wohnung bzw. Haus birgt möglicherweise einige Gefahrenquellen für Ihre Katze. Nachfolgend eine kurze Aufstellung:

 

Gifte, Chemikalien und Reinigungsmittel
Hier gilt dasselbe wie bei Kindern: sie sollten ebenso wie Medikamente stets in verschlossenen Behältern und für Katzen unzugänglich aufbewahrt werden. Im Haushalt werden oft sehr scharfe Reinigungsmittel verwendet. Achten Sie darauf, dass durch deren Anwendung Ihre Katze nicht damit in Berührung kommt. Während der Anwendung sollte Ihr Liebling nicht in der Nähe sein, damit er keine Spritzer abbekommt. Da Katzen gerne das Wasser aus der Spüle, Waschbecken oder Badewanne lecken, sollte nach der Reinigung sehr gründlich gespült werden.
Für Freigänger können die gegen Ratten ausgelegten Giftköder und versprühte Insektizide zu tödlichen Vergiftungen führen. Insbesondere in Wohnanlagen nisten sich Ratten gerne in der Nähe der  Müllcontainer ein. In bestimmten Abständen werden daher Köder mit Rattengift ausgelegt. Leider versprühen auch viele Hobbygärtner zahlreiche Pflanzenschutzgifte. Da man das Terrain einer freilaufenden Katze in der Regel nicht begrenzen kann, geht man dabei ein unkalkulierbares Risiko ein.

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Gefährliche Pflanzen
Leider sind einige beliebte Zimmer- und Gartenpflanzen giftig. Da Katzen im allgemeinen gerne an Pflanzen knabbern und deren Teile verschlucken, stellen diese Pflanzen eine Gefahr für Ihren Stubentiger dar. Sie sollten daher giftige Pflanzen aus dem Lebensbereich Ihrer Katze entfernen.

Unter dem Thema Giftpflanzen finden Sie  detaillierte Informationen, die Ihnen bei der Auswahl der Pflanzen helfen.

Aber auch stachlige Pflanzen, wie der abgebildete Kaktus, stellen insbesondere für junge, unerfahrene Katzen eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.


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Fenster
Eine der größten Gefahrenquellen! Kippfenster, sofern nicht eine enge Fensterleibung ein Durchklettern verhindert, müssen mit speziellen Gitter seitlich und von oben gesichert werden. Ihre Katze kann sich sonst verletzen oder sich gar strangulieren. Beim Lüften empfiehlt sich Stoßlüften, während sich die Katze in einem anderen Raum befindet.
Ein gut befestigtes Fliegengitter kann unter Umständen auch als Schutz dienen. Da die Katze wahrscheinlich daran "basteln" wird, muss es regelmäßig überprüft werden.

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Zimmer- und Haustüren
Wenn eine Katze in einen Raum will, kann sie sehr hartnäckig sein. Eine Tonkanesin lernt sehr schnell von ihren Zweibeinern, dass man durch Niederdrücken einer Türklinke die Tür öffnen kann. Aber Drehknöpfe kann sie nicht betätigen. Sie werden die "verbotenen" Räume immer verschlossen halten müssen oder die Türklinken gegen Drehknöpfe austauschen (gibt’s günstig im Baumarkt und sind einfach auszutauschen).
Achtung bei der Haustür. Je nach Gewicht der Katze und Leichtgängigkeit des Türschosses kann Ihre Katze schnell mal "Haus der offenen Tür" veranstalten.
Hinweis an alle Zweibeiner, hinter jeder Tür kann ein Vierbeiner Lauern oder liegen. Daher bitte die Türen stets vorsichtig öffnen.
Wer nicht ständig alle Türen in seinem Zuhause geöffnet haben möchte, kann Katzenklappen in die Tür einbauen. Sie lassen sich je nach Ausführung auch wahlweise nur in eine Richtung öffnen oder ganz blockieren (ab ca. 15,-- € im Fachhandel)

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Schranktüren
Insbesondere Kleiderschränke sollten immer verschlossen sein. Sie haben eine magische Wirkung auf Katzen: Hier kann man kuscheln, buddeln und klettern - und der Zweibeiner freut sich über den mit Katzenhaaren übersäten Anzug und die "Webfehler" in Oberhemd oder Strickpulli. Die Türen sollten am Besten mit Magnetschnäpper und/oder rückfedernden Scharnieren - oder noch besser mit einem Schloss - versehen sein. Beim Schließen bitte unbedingt darauf achten, dass keine Katze eingesperrt wird! Ein längerer Aufenthalt würde Ihrer Katze keinen Spaß machen und sie würde Ihnen möglicherweise in den Schrank pinkeln.

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Gefahren in der Küche
Die Küche ist der wohl gefährlichste sowie interessanteste Raum für eine Katze. Da die Zweibeiner sich dort häufig aufhalten und sowohl in der Küche als auch vor dem Küchenfenster (meist zur belebten Straße ausgerichtet) viel Aktion ist, hat die Küche eine magische Wirkung auf Katzen. Damit sich die Katze nicht verbrühen oder verbrennen kann, ist sie am Besten nicht dabei, wenn es am Herd richtig heiß hergeht!
Das Küchenfenster, das häufig zum Lüften geöffnet wird, muss gut gesichert werden (siehe Fenster). Bitte immer die Türen von Herd, Kühlschrank, Waschmaschinen, Trockner und ähnlichen Geräten geschlossen halten. Es ist schon so manche Katze mit gewaschen worden, die es sich zwischen der Wäsche gemütlich gemacht hatte. Auch 30°C und Schonwaschgang werden nicht überlebt. Heiße Herdplatten sollten immer abgedeckt sein.

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Kellerräume und Garagen
Garagen und verschiedene Kellerräume dienen oft als Aufbewahrungsort von Giften und Chemikalien. Mit der Ordnung wird es in diesen Räumlichkeiten nicht so genau genommen. Behältnisse sind nicht richtig verschlossen und giftige Materialien werden zum Teil offen gelagert. Scharfe Werkzeuge hängen lose an der Wand und können heruntergerissen werden. Insbesondere der Hobbykeller birgt zahlreiche Gefahren. Mit Wäsche gefüllte Waschmaschinen und Trockner werden leicht zur Todesfalle. Die Stubentiger klettern mit Vorliebe, insbesondere in der kalten Jahreszeit von unten in den Motorraum, um den warmen Motor als Wärmebank zu benutzen. Spätestens beim Starten des Motors wird’s gefährlich. Beim Öffnen des Garagentores beginnt die Odyssee in der Nachbarschaft.

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Handwerksarbeiten
Katzen sind von Natur aus neugierig und müssen ihre Nase überall hineinstecken. Bei Bastelarbeiten in und am Haus werden oft gefährliche Stäube oder Späne durch die Luft gewirbelt. Dabei besteht die Gefahr, dass diese Fremdkörper ins Auge gelangen, eingeatmet werden, oder sich im Fell verfangen und bei der nächsten Katzenwäsche verschluckt werden.
Außerdem könnte sich die Katze am Werkzeug (z.B. heißer Lötkolben, Nähnadel) verletzen. Die Stubentiger sind daher während der Arbeiten fern zu halten und dürfen erst nach Reinigung der Arbeitsstelle das Arbeitsergebnis in Augenschein nehmen. Hat auch den Vorteil das die Katze einem nicht immer bei der Arbeit hilft.

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Elektrokabel
I.d.R. stellen Elektrokabel keine Gefahr für Katzen dar. Einige Tiere jedoch kauen an ihnen. Die dicken Netzkabel mit Ummantelung werden zwar fast immer verschont, aber es gibt auch dünne Stromkabel, die von manchen Katzen angeknabbert werden. Beschädigte Leitungen müssen aus Sicherheitsgründen sofort ausgetauscht werden! Katzenbabys gehen gerne an die dünnen Wurfantennen von Radios und andere dünnen Kabel, die deshalb unbedingt entfernt oder für Katzen unzugänglich verlegt werden müssen. Es besteht hohe Verletzungsgefahr, wenn die Kleinen Drahtstücke verschlucken!

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Wasser
Katzen sind gute Schwimmer, obwohl sie wasserscheu sind. Dennoch kann ein Sprung ins Wasser tödliche Folgen haben, wenn die Katze nicht aus dem Wasserbehälter klettern kann: z.B. glatter Badewannenrand, steiler Gartenteichrand, u.ä.

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Feuer
Offenes Feuer - Zigaretten, Teelichter, Petroleumlampen, offener Kamin müssen zur Sicherheit der Katze und zur Verhinderung eines Brandes beaufsichtigt werden. Das Licht lockt Insekten an, denen die Katze nachstellt. Dabei kann sehr leicht eine Lampe umgestoßen werden. Am Weihnachtsbaum sollte man ausschließlich elektrische Kerzen verwenden.

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Sonstige gefährliche Gegenstände
Katzenbabys sind wie kleine Menschenkinder: Alles muss ertastet und in den Mund genommen werden. Scharfe Gegenstände wie Nadeln, Klingen und Messer sowie Kleinteile, die verschluckt werden können, dürfen nicht herumliegen. Weihnachtsschmuck insbesondere Lametta sowie Verpackungsmüll können beim Verschlucken gefährlich werden.

 

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