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Wenn Sie sich für eine Katze entschieden haben, brauchen Sie für Ihr neues Familienmitglied einige Utensilien. Ihre Erstausstattung sollte bestehen aus:

Ergänzend zur Grundausstattung finden Sie hier einiges Katzenzubehör,
welches im Bedarfsfall gekauft werden sollte
:

Nachfolgend einige Tipps für Ihren Einkauf:
 


Tragekorb
Die Größe ist abhängig davon, wie viele Katzen Sie gleichzeitig darin transportieren wollen.
Für kurze Transporte ist ein kleiner Korb bzw. Kennel praktisch, da er sich bequemer tragen lässt und die Katze nicht so durchgeschüttelt wird. Für längere Strecken (Urlaub) im Auto ist ein großer Kennel sinnvoll, der Platz für eine Kuschelhöhle und Toilette sowie Futterschale bietet. In der Bauweise unterscheidet man Top- und Frontlader.
Toplader sind für Würfe bestens geeignet, da man bequem einzelne Babys entnehmen kann. Problem dieser Körbe ist häufig die geringe Lebensdauer der Kunststoffscharniere. Empfehlenswert sind daher Frontlader.
Sie haben sich am Markt durchgesetzt und sind aus verschiedenen Materialien und Bauweisen erhältlich, z.B. als Korbware, stabile Reisetasche, Kunststoffbox.

Bei Körben aus Weidengeflecht pfeift der Wind durch, Taschenkonstruktionen sind weniger formstabil. Ideal sind die aus zwei Kunststoffschalen bestehenden Modelle: sie sind leicht zu reinigen und sehr haltbar (ab ca. 20,-- € im Fachhandel). Ausgepolstert wird der Korb mit einem kleinen Kissen, dicken Handtuch oder Decke. Damit die Katze beim Transport im Freien Wind und Kälte nicht so sehr ausgesetzt ist, empfiehlt es sich, eine Haube aus Stoff und Stretchband so zu nähen, dass nur an einer Seite eine kleine Öffnung für die Belüftung bleibt. 
Manche Katze lassen sich nur mit großem Widerwillen in den Kennel einsperren.
Tipp: Lassen Sie ihn, kuschelig ausgepolstert in einer ruhigen Ecke als Kuschelhöhle offen stehen.

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Kratzbaum
Ein Kratzbaum ist unverzichtbar, soll die Katze nicht an Ihren Möbeln oder Tapeten "arbeiten". Er dient der Krallenpflege, Reviermarkierung, Klettern, Relaxen, u.v.m. Kratzbäume gibt es in allen möglichen Größen, Ausführungen, Farben und Qualitäten und somit unterschiedlichen Preisklassen. Sie bestehen aus senkrechten mit Sisal umspannten Papprollen, die mit div. Plattformen, Kratzrollen, -höhlen oder ähnlichem kombiniert werden. Die Mindestanforderung ist ein etwa 1m hoher, aus einer Höhle und zwei Liegeflächen bestehender Baum (ab ca. 15,-- € im Fachhandel). Besser ist natürlich eine deckenhohe Kombination. Je höher, desto interessanter für die Katze. Wackelige Konstruktionen müssen an der Wand befestigt werden. Ein umfallender Baum kann eine Katze derart erschrecken, dass sie sich eine andere Kratzgelegenheit sucht. Tipp: Da Kratzbäume aus einzelnen Elementen im Baukastensystem zusammengeschraubt werden, kann man sie beliebig kombinieren und so. z.B. aus mehreren Sonderangeboten eine individuelle Kombination zusammenstellen. Einzelne Bauelemente gibt es im Fachhandel. Wer handwerklich geschickt ist, kann z.B. zwei Bäume oder einen Baum mit einem Wandregal durch eine Hängematte aus Teddyfell verbinden. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass billige Bäume nur eine relativ kurze Lebensdauer haben, denn die Katzen legen sich beim Kratzen ganz schön ins Zeug. Richtig gute Kletterkombinationen gibt es bei verschiedenen Spezialfirmen. Aber Qualität hat ihren Preis!

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Katzentoilette
Es gibt sie als offene Schale oder als "Toilettenhaus" mit Abdeckung und Klappe. Bei der Versionen mit Deckel, wird beim Scharren weniger Streu nach draußen geschleudert wird. Außerdem kann es nicht passieren, dass eine ungeschickte Katze über den Rand hinaus ihr Geschäft erledigt. An die Klappe muss sich die Katze erst gewöhnen. Sie könnte sich durch das Zuklappen der Wippe erschrecken und wie in einer Falle fühlen. Dies könnte fatale Folgen für die Stubenreinheit haben.
Daher empfehle sich das Entfernen der Klappe, auch wenn dann mehr Streu nach draußen gelangt. Unter die Toilette wird ein Teppichstück gelegt: eben für alle Fälle und zum Auffangen von Streu, die herausgeschleudert wird oder zwischen den Zehen hängen bleibt.

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Katzenstreu
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Sorten.
  • Die nicht klumpende, mineralische Streu, die aufgrund ihres z.T. gesundheitsschädlichen feien Mineralstaubs in Verruf geraten ist. Sie ist zwar bezogen auf das Volumen billiger, im Verbrauch teurer, da sie regelmäßig alle zwei bis drei Tage komplett gewechselt werden muss. Aufgrund ihrer Qualität als gefährliche "Wegwerfstreu" kann sie nicht empfohlen werden.
     
  • Besser ist die Klumpstreu auf Tonbasis z. b. Natusan. Mit einer Siebschaufel entfernt man die Klumpen und "Häufchen". Anschließend wird nur die entnommene Menge nachfüllt und erst, je nach Anzahl und Potenz der Tiere, nach mehreren Wochen eine Komplettreinigung vorgenommen. Klumpstreu ist aufgrund des geringeren Verbrauchs kostengünstiger. Außerdem entsteht weniger Geruch.
    Achtung: Die Klumpen nicht ins Klo, das Zeug klebt fürchterlich und verstopft Ihnen den Abfluss!

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Futterschalen
Sie brauchen i.d.R. zwei: jeweils eine für Trocken- und Dosenfutter. Eine Doppelschale hat den Nachteil, dass sie zum täglichen Reinigen der Dosenfutterschale die Trockenfutterschale, die immer gefüllt sein soll, entleeren müssen. Sie brauchen nicht für jede Katze einen eigenen Futternapf. Ausführung und Farbe ist Geschmackssache. Denken Sie auch an die Wasserschale. Insbesondere bei Verwendung von Dosenfutter ist darauf zu achten, dass die Schale auf einer gut zu reinigenden Oberfläche (z.B. PVC-Boden) steht. Da den Katzen das Futter oft aus dem Maul fällt, wird die Umgebung des Fütternapfes ständig in Mitleidenschaft gezogen.

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Futter
Lassen Sie Billigfutter für 2,-- DM/kg dort, wo es ist, im Kaufhausregal. Kaufen Sie der Gesundheit Ihres Lieblings nur Qualitätsfutter z.B. Iams oder Hill`s, denn Billigerzeugnisse kommt Ihnen auf Dauer teuer zu stehen. Mangelernährung und Nierenprobleme sowie eine kürze Lebensdauer Ihrer Mieze kommen wahrscheinlich auf Sie zu.
Dieses Konzentratfutter ist sehr ausgewogen und hat folgende Vorteile:
  • Vitamine und Nährstoffe sind genau abgestimmt
  • leicht verdaulich
  • weniger und geruchsärmere "Häufchen"
  • Haarballen werden problemlos durch den Magen- und Darmtrakt ausgeschieden
    (kein gefährlicher Magenverschluss, kein Auswürgen von Haaren )
  • spätere Nierenprobleme entfallen
  • höhere Lebenserwartung
  • geringere Arztkosten im Alter
  • sehr sparsam im Verbrauch (ca. 80g pro Katze und Tag)
  • geringere Futterkosten
  • weniger Verpackungsmüll

Auch beim Dosenfutter gibt es große Qualitätsunterschiede: die Billigen sind u.a. mit viel Flüssigkeit und Füllstoff aufgemengt, um einen niedrigen kg-Preis zu realisieren. Empfehlen kann ich Whiskas, Sheba, Lux (von Aldi) und Felix. Schlechte Erfahrungen haben wir mit Kittekat gemacht.
Aber bitte beachten: Katzen sind sehr wählerisch! Eine Sorte, die von einer Katze heiß geliebt wird, kann von einer anderen als ekelhaft beurteilt werden. Manche Katzen mögen nur Trocken- oder nur Dosenfutter und viele mögen grundsätzlich beides. Aber es muss den Geschmack genau treffen.
Leckereien bereichern den Alltag einer Katze, dürfen aber nur in kontrollierten Mengen vernascht werden.
Vorsicht bei Vitaminpräparaten: eine wiederholte Überdosierung ist schädlich und führt langfristig dazu, dass der Organismus die aufgenommenen Vitamine nicht mehr richtig verwertet!
Kaufen Sie erst dann Futter, wenn Sie sich für ein Tier entschieden haben und Sie vom Züchter bzw. bisherigen Halter über die Ernährungsgewohnheiten Ihres zukünftigen Lieblings aufgeklärt worden sind.
Während die Speisekarte abwechslungsreich sein soll, steht auf der Getränkekarte nur frisches (Leitungs-) Wasser. Spezielle Katzenmilch ist überflüssig und Kuhmilch tabu!! Die allermeisten Katzen haben keine entsprechenden Enzyme, um den in der Kuhmilch enthaltenen Zucker zu spalten. Es kommt zum Durchfall. Allerdings haben einige einheimische Stubentiger sich an die Fehlernährung angepasst und verfügen über das benötigte Enzym.

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Spielzeug
Das Lieblingsspielzeug der Katzen ist die Fellmaus: sie hat die ideale Größe und Gewicht, um durch die Gegend geschleudert und gejagt zu werden und lässt sich zerlegen.
Anderes Spielzeug muss in Größe und Gewicht einer Maus entsprechen. Zu großes Spielzeug ( z.B. Tennisball) ist sehr schnell uninteressant. Gut dagegen sind z.B. Tischtennisball, Flummi, zerknülltes Papier, Wollfäden, Kordel, Schürriemen.
Gut ist auch der Ring mit Ball, der Häufig mit einer Fellmaus auf Feder kombiniert ist. Hier kann die Katze nach Belieben angeln. Mit einem Federwedel kann man die müdeste und faulste Katze aus der Reserve locken. Allerdings muss man unbedingt die Stanniolstreifen vorher entfernen, da sie Zahnfleischverletzungen verursachen können. Die Federwedel sind sehr schnell ramponiert. Haltbarer ist ein aus Lederriemen bestehender Wedel bzw. Peitsche. Nach dem Spielen werden die Wedel versteckt, andernfalls könnte sich die Katze den Wedel in den Hals rammen, wenn sie in den Federbüschel beißt und ihn wie einen Rammbock vor sich herschiebt.

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Bürste, Kamm
Dieses Zubehör ist bei Kurzhaarkatzen nicht erforderlich, bei Langhaarkatzen jedoch ein unbedingtes Muss. Speziell das Fell der Perser verfilzt sehr schnell, wenn es nicht täglich gekämmt wird.

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Nagelzange
Da sich die Krallen bei Wohnungskatzen kaum abnutzen, empfiehlt sich ein gelegentliches Kürzen der Krallen. Hierfür gibt es spezielle Zangen.

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Zeckenzange
erübrigt sich bei Wohnungskatzen, erleichtert das sichere Entfernen von Zecken bei Katzen mit Auslauf.

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Katzenhalsband
Ein Halsband ergibt eigentlich nur bei einem "Freigänger" Sinn, wenn ein Mittel gegen Ungeziefer und Zecken eingelegt wird. Es besteht die Gefahr, dass die Katze mit dem Halsband  hängen bleibt und sich stranguliert.

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Leine
An die Leine lassen sich die Thaikatzen leicht gewöhnen,  auch hier passt das Sprichwort " Früh übt sich.......". Zur Leine gehört ein Geschirr (auf keinen Fall ein Halsband!!!), welches auf die individuelle Größe der Katze eingestellt wird. Sehr praktisch sind die leider seltenen Klickverschlüsse. Die üblichen Schnallenverschlüsse erfordern ein umständliches Festzurren, was die Geduld der Katze auf die Probe stellt. Das Geschirr darf weder zu fest noch zu locker sein, da es sonst von der Katze abgestreift wird. Erste Ausflüge sollten erst in der Wohnung, danach im Garten erfolgen.

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Kratzmatte
Katzen kratzen gerne an Wandvorsprüngen und in den Raum ragenden Kanten zur Reviermarkierung. Wenn sich die Katze das Kratzen an diesen Stellen nicht abgewöhnen lässt, ist es sinnvoll, Kratzmatten an diesen Stellen zu befestigen. Sie dienen dann als Ergänzung zum Kratzbaum.
 

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